CHEVRON / Symbole 01-19

CRATER

Abkürzung:
Crt
Deutscher Name:
Becher

Mythologie und Geschichte:
Crater ist ein altes Sternbild, das den goldenen Kelch des Apollon darstellt und in der Sage mit dem benachbarten Corvus zusammengebracht wird. Im Zuge der Christianisierung des Himmels wurde das Sternbild zu Einem der steinernen Wasserkrüge von Kana, aber auch den Kelch des Leiden Christi umbenannt.

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CENTAURUS

Abkürzung:
Cen
Deutscher Name:
Zentaur

Mythologie und Geschichte:
Die Zentauren waren in der griechischen Mythologie meist wilde Mischwesen mit dem Oberkörper eines Menschen bis zur Hüfte, darunter dem Leib eines Pferdes. Der Zentaur Chiron aber war dagegen sehr weise und besonders in der Medizin, Musik und Botanik bewandert. Er war der Lehrer des Achill und des Asklepios. Chiron war auch der Beschützer vieler Helden und hat angeblich die Sternbilder "erfunden". Selbst an den Himmel versetzt wurde er, nachdem ihn Herkules aus Versehen mit einem vergifteten Pfeil getroffen hatte (diese Erklärung wird manchmal auch für Sagittarius überliefert, einen anderen "himmlischen" Zentauren). Am Himmel soll er den in einen Wolf verwandelten König Lykaon (Lupus) in Schach halten.

Das Sternbild war den Griechen bekannt, da es infolge der Präzession der Erdachse vor 2000-3000 Jahren vom Mittelmeerraum, Unterägypten und Vorderasien aus voll gesehen werden konnte.

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NORMA

Abkürzung:
Nor
Deutscher Name:
Winkelmaß

Allgemein:
Norma
ist ein recht kleines Sternbild der südlichen Hemispähre; es gehört zur La Caille Sternbild Familie. Es befindet sich nördlich von Triangulum Australe und westlich von Ara . Im Norden wird Norma von Lupus und Scorpius umgeben. Die Milchstraße verläuft auch durch diese Region immer noch prachtvoll.
Die ursprünglichen Sternbildgrenzen wurden im Laufe der Zeit geändert, so daß es heutzutage keine Sterne alpha Nor und beta Nor innerhalb der Grenzen von Norma gibt.

Geschichte:
Norma ist ein überflüssiges Sternbild aus der Serie technisch-wissenschaftlicher Geräte des phantasielosen Franzosen Lacaille. Es wurde im Jahre 1752 eingeführt. Ursprünglich gehörten die Sterne zu den benachbarten Figuren Ara und Lupus. Die von Lacaille vorgeschlagenen Sternbildgrenzen sind nachträglich jedoch verändert worden, so dass die Sterne alpha und beta Normae heute nicht mehr dazugehören.

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SCUTUM

Abkürzung:
Sct
Deutscher Name:
Schild

Allgemeines:
Das Sternbild Scutum zählt man zu der Herkules Sternbild Familie. Obwohl es sich um eines der kleinsten Sternbildes handelt (es ist das fünft-kleinste), befindet es sich doch in einem sehr interessanten Teil des Himmel, da es durch seine Nähe yur Milchstraße reiche Sternenfelder entählt und daher auch für den Amateur Astronomen von Interesse ist.
Scutum findet man süd-westlich von Ophiuchus und süd-östlich von Aquila, dem Adler, - nur 10 Grad südlich des Himmelsäquators.

Geschichte:
Das Sternbild Scutum wurde erstmals 1690 von dem Danziger Astronomen Johannes Hevelius in seinem Werk Firmamentum Sobiescii erwähnt. Er nannte es Scutum Sobieskii (Schild des Sobieski) zu Ehren seines Königs Johann Sobieski III, der ihn stark unterstützte und zur Erinnerung an die Befreiung Wiens von der türkischen Belagerung.

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MIC

Abkürzung:
Microscopium
Deutscher Name:
Mikroskop

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EQUULEUS

Abkürzung:
Equ
Deutscher Name:
Füllen

Mythologie und Geschichte:
Von diesem Sternbild wird erzählt, daß es Hipparchos im Jahre 150 v. Chr. aus einigen schwachen Sternen in der Nähe von Delphinus geformt wurde. Rund drei Jahrhunderte später faßte Ptolemaios das Sternbild aus vier Sternen in seiner Almagest zusammen. [?]

Obwohl Equuleus ein kleines und leuchtschwaches Sternbild ist, wird es mit der Legende des ersten Pferdes in Verbindung gebracht. Eine bekannte Griechische Mythe erzählt von einer Stadt, welche auf der Suche nach einem Namen war. Zeus, der König der Götter, entschied, dass die Stadt entweder nach Poseidon, dem ungestümen Gott der Weltmeere oder nach Athene, der Göttin der Weisheit benannt werden sollte. Seine letzte Entscheidung würde er anhand des Geschenkes fällen, welches die beiden G&oum;tter der Stadt machten. Poseidons Geschenk war ein Pferd, welches er aus dem Schaum der Meereswellen formte. Das erste Pferd war eine wundervolle Kreatur, doch dieses Geschenk von Poseidon -- der auch für seine plötzlichen, grausamen Wutanfälle bekannt war -- galt auch als ein Symbol des Krieges. Darauf kamm Athene hervor und zeigte ihr Geschenk. Es war ein Olivenbaum, welcher (damals wie heute) als ein Symbol des Friedens galt. So gewann die Göttin den Wettbewerb und die Stadt -- welche durch ihren Frieden, Weisheit und die Künste bekannt wurde -- erhielt den Namen Athen.

Einer weiteren Deutung nach soll es sich um Celeris, den Bruder des Pegasos, handeln, welcher vom benachbarten Sternbild repräsentiert wird. Einer anderen Deutung nach handelte es sich um ein Geschenk Hermes (Merkur) an Kastor.

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SCULPTOR

Abkürzung:
Scl
Deutscher Name:
Bildhauer

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TRIANGULUM

Abkürzung:
Tri
Deutscher Name:
Dreieck

Allgemein:

Dieses kleine Sternbild, das sich an der südöstlichen Ecke von Andromeda befindet, zeigt deutlich die Form, durch die es seinen Namen erhielt. Man zählt es zur Perseus Sternbild Familie

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CETUS

Abkürzung:
Cet
Deutscher Name:
Walfisch

Mythologie und Geschichte:
In der griechischen Mythologie hat ein riesiges Meerungeheuer (der Wal wurde früher vielerorts noch nicht als sanftmütiger Riese angesehen) die Küsten von Äthiopien durch eine Sturmflut verwüstet. Um es zu beschwichtigen wurde ihm die hübsche Tochter Andromeda von König Kepheus und Kassiopeia als Opfer zum Frass vorgeworfen, doch Perseus bezwang das Ungeheuer und rettete sie.

Neben Cetus und Cete (Meeresungeheuer, Seeaal) gibt es auch die Bezeichnung Pristis (Seetier, grosser Fisch) oder abgewandelt Pristix und Pistrix und Canis Tritonis (Hund des Meeresgottes Triton), Balaena (Walfisch), aber auch Draco (Drache) und Ursus marinus (der dem Meer entstiegene Bär). In Johann Bodes Uranographia von 1801 trägt das Sternbild die Bezeichnung Monstrum marinum.

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ERIDANUS

Abkürzung:
Eri
Deutscher Name:
Fluß Eridanus

Mythologie:
In der griechischen Sagenwelt ist Eridanus jener Fluß, in den Phaethon, der Geliebte von Kyknos, stürzte, als er versucht hatte, den Sonnenwagen seines Vaters Helios über den Himmel zu fahren. Es gibt aber auch Versuche, ihn mit einem irdischen Fluß in Verbindung zu bringen, dem Po in Oberitalien, dem Nil oder dem Euphrat.

Ursprünglich endete Eridanus beim Stern theta Eridani, dessen Name Acamar sich von Achernar (Ende des Flusses) ableitet; damals gehörten die Sterne des Fornax noch mit zu Eridanus. Später wurde Eridanus dann bis fast 60 Grad südlicher Breite verlängert. So erhielt ein anderer Stern den Beinamen Achernar.

 

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MONOCEROS

Abkürzung:
Mon
Deutscher Name:
Einhorn

Geschichte:
Obwohl Einhörner in zahlreichen Legenden und Fabeln eine wesentliche Rolle spielen, war dieses Sternbild im Altertum noch nicht bekannt. Es wurde von Keplers Schwiegersohn, dem Mathematiker Jakob Bartsch, im Jahre 1624 in seine Sternkarte aufgenommen, nachdem es schon vorher vereinzelt benutzt worden war. Andere schreiben dieses Sternbild Johannes Hevelius zu, der es einige Jahrzente später, 1690, eingezeichnet haben soll.

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LYNX

Abkürzung:
Lyn
Deutscher Name:
Luchs

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LEO MINOR

Abkürzung:
LMi
Deutscher Name:
Kleiner Löwe

Allgemeines:
Ein kleines, dunkels Sternbild, das zwischen der südlichen Grenze von Ursa maioris (an den Hinterpfoten) und der nördlichen Grenze zu Leo liegt. Es bildet ein kleines Dreieck und obgleich es für den Besitzer eines kleinen Teleskopes nicht bietet, enthählt diese Region ein paar interessante Doppelsterne.
R LMi ist ein langzeit-veränderlicher Stern, dessen Helligkeit innerhalb von 372 Tagen von 6. Größe (so daß man ihn so gerade noch mit dem bloßen Auge erkennen kann) bis zu 13.3 Magnituden variiert. Er leuchtet in einem dunklen satten Rotton, der ihn - solange er sich zumindest in der Nähe seiner maximalen Helligkeit zeigt - zu einen hübschen Objekt für größere Teleskope macht.

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VIRGO

Abkürzung:
Vir
Deutscher Name:
Jungfrau

Allgemeines:
Das Sternbild Virgo ist das 6. Tierkreiszeichen; die Sonne wandert auf ihrer jährlichen Bahn von Ende September bis Ende Oktober durch dieses Gebiet. Virgo ist das zweitgrößte Sternbild am Himmel (das größte ist Hydra). An seiner nördlichen Grenze zum Sternbild Coma Berenices findet man den sehr bekannten Virgo Superhaufen von Galaxien. Mit kleinen Teleskopen kann man die hellsten Galaxien als schwach leuchtenden Lichtflecke sehen. Dieser Superhaufen befindet sich in einer Entfernung von 65 Millionen Lichtjahren. (Da er sich zur Hälfte in Coma Berenices befindet, wird er auch oft Virgo-Coma Superhaufen genannt.)

Mythologie und Geschichte:
Die Griechen sahen in diesem Sternbild die Persephone, die wunderschöne Tochter von Demeter, der griechischen Göttin der Landwirtschaft, der Fruchtbarkeit und der Heirat. Eines Tages, als Persephone gerade im Feld spazierenging, wurde sie von Hades entführt. Die Erde tat sich auf und er entschwand mit ihr auf seinen schwarzen Streitwagen in die Unterwelt, wo sie seine Frau werden sollte. Demeter war so betroffen vom Verlust ihrer Tochter, dass sie vergass ihren Pflichten nachzukommen. Ernten fielen aus und die Leute begannen vor Hunger zu sterben. Zeus, der König der Götter, arbeitete schliesslich an einem Kompromiss. Persephone sollte die eine Hälfte des Jahres bei ihrer Mutter verbringen und die andere Hälfte in der Unterwelt bei ihrem Gemahl. So versetzte er sie an einen Platz unter den Sternen. Wenn Persephone in der Unterwelt ist, verharrt die Welt in der Kälte des Winters, wenn sie zu ihrer Mutter Demeter zurückkehrt, beginnt wieder der Frühling.

Nach einer anderen Legende war die Jungfrau Astraea, die Göttin der Gerechtigkeit, Tochter von Zeus und Themis, welche die Erde im Ehernen Zeitalter, als die Menschen die Gerechtigkeit nicht mehr achteten, voll Abscheu verliess, zum Himmel aufflog und zum Sternbild Dike wurde. Die friedliebenden Ackerbauern - so erzählt man - haben sie sehr vermisst und haben, um sich zu trösten, zu diesem Sternbild aufgeschaut, aus dem sie die Göttin der Gerechtigkeit anstrahlte.

Das Sternbild der Jungfrau wird aber auch mit dem Ikarios in Verbindung gebracht. Er lernte von Dionysos die Kunst der Kelterei und wurde von betrunkenen Schafhirten umgebracht, die sich verzaubert glaubten. Nachdem sie ihren Rausch ausgeschlafen hatten, begruben sie Ikarios unter einem Tannenbaum und verwischten alle Spuren sorgfältig, damit ihre Tat nicht bekannt würde. Ikarios' Tochter Erigone wusste nicht wo ihr Vater geblieben war, bis ihr Hund Maria sie an einem Zipfel ihres Gewandes zu jener Stelle zerrte, wo ihr Vater von den Mördern verscharrt worden war. Verzweifelt war Erigone und erhängte sich an dem Tannenbaum, der beim Grab ihres Vaters stand. Der Hund, bekümmert über den Tod der beiden, stürzte sich in einen nahegelegenen Brunnen.

Als Dionysos diese schreckliche Neuigkeit vernahm war er so ausser sich vor Zorn, dass er einen Fluch über die Jungfrauen in Athen aussprach, der sie dazu veranlasste, sich selbst an Bäumen aufzuhängen. Die Bürger von Athen waren so erschreckt, dass sie ein Orakel konsultierten. Das Orakel sprach, dass der Tod der Jungfrauen nur gestoppt werden könne, wenn Ikarios' Mörder gefunden und bestraft würden. Das war schnell geschehen. Später zelebrierten die Athenier jedes Jahr beim Weinlesefest den Tod des Ikarios und der Erigone. Trinkopfer werden dem Ikarios und der Erigone dargebracht und Mädchen schaukeln, auf kleinen Brettern stehend, an Seilen im Baumgeäst.

Dionysos schenkte Ikarios, dessen Tochter und ihrem Hund einen Platz unter den Sternen. Ikarios wurde zu Bootes, Erigone wurde zum Sternbild Virgo und der Hund wurde zum Sternbild Canis Minor.

Die alten Ägypter identifizierten das Sternbild Virgo mit der Göttin Isis, der Himmlischen Gattin und Mutter und der hellste Stern wurde als der Lautenträger verehrt. Vermutlich wurde mindestens einer der Tempel von Akhenatons königlicher Stadt, jetzt bekannt als Tell el Amarna auf die Lage des Sterns Spica ausgerichtet. Wäre dem so, könnte es sein, dass dieser eigensinnigste und rätselhafteste der Pharaonen, oft betrachtet als der «erste Monotheist der Geschichte», seiner eigenen «Himmlischen Mutter» huldigte, die exotische und liebliche Nefertiti.

Auch in anderen Ländern wurde das Sternbild Virgo mit einer «Muttergöttin» in Verbindung gebracht: In Assyrien war sie die Frau von Bel, in Babylonien war sie Ishtar, Königin der Sterne und in Indien wurde sie mit Kanya, dem Mädchen und Mutter von Krishna in Verbindung gebracht.

Die alten Babylonier haben nebst Ishtar in dieser Sternkonfiguration eine Kornähre (Spica) gesehen, die einen Teil des Jahres unter der Erde verbringt und im Frühling aus der Erde spriesst um am Himmel zu stehen.

Die Jungfrau wird häufig mit einem Palmzweig in ihrer rechten Hand und der Spica, der Weizenähre, in ihrer linken dargestellt. Man sieht im Sternbild der Jungfrau die Persephone, welche die Römer Proserpina nannten, also die Tochter der Fruchtbarkeitsgöttin Demeter (Ceres). Weil die Jungfrau die Weizenähre trägt, hat man sie auch Spicifera Vorgo Cereris und Virgo Spicea Munera Gestans genannt, aber auch Aristae Puella. Die Jungfrau wurde auch mit einer Waage (Sternbild Libra) als Göttin der Gerechtigkeit dargestellt und Iusta und Iustitia bezeichnet und sogar ausdrücklich Astraea (Göttin der Gerechtigkeit) genannt. Auch die Bezeichnungen Pax (Friede), Concordia (Göttin der Eintracht), Fortuna (Schicksals- und Glücksgöttin) und andere findet man. Im christianisierten Sternenhimmel hat sich die Jungfrau zur Jungfrau Maria verwandelt.

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LIBRA

Abkürzung:
Lib
Deutscher Name:
Waage

VII. Sternkreiszeichen

Mythologie und Geschichte:
Die Griechen des Altertums zählten die Gegend, wo sich heute das Sternbild Libra befindet, noch zu Scorpius und sahen hier die Scheren des Skorpions. Daher stammen auch noch die arabischen Sternnamen. Zu Lebzeiten Julius Cäsars trennten die Römer in diesen Bereich ab und bildeten das eigenständige Sternbild und Tierkreiszeichen Libra. DIes gescha zu Ehren Julius Cäsars wegen seiner Verdienste um die Reform des römischen Kalenders und seiner sprichwörtlichen Gerechtigkeit. Die Waage wird als Symbol der Rechtssprechung angesehen und von Astraea, der Göttin des Rechts, hochgehalten wird. Eine Sage bringt Astraea mit dem benachbarten Sternbild Virgo in Verbindung.

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SCORPIUS

Abkürzung:
Sco
Deutscher Name:
Scorpion

Mythologie und Geschichte:
Felszeichnungen im Kaukasusgebiet zufolge war das Sternbild des Skorpions schon im 3. Jahrtausend v. Chr. bekannt, doch der Skorpion kommt auch in der Orionsage vor:

Orion war ein mächtiger Jäger, der aber auch durch seine schöne Gestalt sogar Göttinnen in Liebe zu fesseln verstand. Eifersucht und Missgunst waren die Folge, die dem Orion schliesslich das Leben kostete. Bei einer anderen Todesversion spielt der Skorpion eine Rolle. Gäa, die Göttin der Erde schickte dem Orion einen giftigen Skorpion, weil er prahlte, dass es kein Tier gäbe, welches er nicht erlegen könne. An einem Skorpionstich soll Orion also gestorben sein, oder kam ihm doch noch rechtzeitig der Schütze zu Hilfe? Zur Strafe wurde der Skorpion an eine Stelle am Himmel versetzt, die dem Orion fast genau gegenüber steht, so dass Orion aufgeht, wenn der Skorpion untergeht.

Indianer aus Zentralbrasilien sehen im Skorpion ein Tragnetz für Kinder. Indianer aus dem Flussgebiet des Rio Negro in Nordbrasilien sehen den Skorpion als Grosse Schlange mit aufgerissenem Maul und gewundenem Körper. Der helle Antares ist die hinuntergewürgte Beute der Schlange. Beim Schwanzende liegt das Ei der Schlange. Die Indianer des nordamerikanischen Stammers der Navajo deuteten die vier Sterne, welche den Stache des Skorpions formen, als einen Fussabdruck eines rennenden Hasen. Das erste Auftauchen dieser Konstellation in der Morgendämmerung kündigte den nahen Frühling an.

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SAGGITTARIUS

Abkürzung:
Sgr
Deutscher Name:
Schütze
 
IX. Sternkreiszeichen

Allgemeines:
Neuntes Zeichen des Tierkreises. Sie Sonne wandert von Ende Dezember bis Ende Januar durch dieses Sternbild; daher ist es am besten in Sommernächten zu beobachten. Dieses Sternbild ist es wahrlich wert, sowohl mit einfachen kleinen Fernrohren willkürrlich herausgegriffene Objekte zu betrachten als auch es intensiveren Studien einzelner Objekte zu unterziehen. Es gibt in Richtung auf das galaktische Zentrum nicht nur eine Vielzahl von reichen Sternfelder, sondern auch zahlreiche Sternhaufen und diffuse Nebel.
Im Zentrum dieses Sternbildes liegt der auffällige Asterismus der Milch Löffel (manchmal wird er wohl auch "Die Teekanne" genannt). Er befindet sich eingebettet in den herrlichen Sternenwolken der südlichen Milchstraße.
Eine Reihe der Sterne von Sagittarius besitzt eigene Namen.

Mythologie und Geschichte:
Sagittarius ist ein altes Sternbild, das einen Zentauren mit Pfeil und Bogen darstellt. Zentauren sind Fabelwesen und sollen vor allem in Bergwäldern gelebt haben. Sie besitzen einen menschlichen Oberkörper auf dem Leib eines Pferdes.

In der griechischen Mythologie ist Ixion der Urvater der Zentauren. Der König der Lapithen in Thessalien, der einst - als geladener Tischgenosse bei den Göttern - der Hera, der Gattin des Zeus, in Lüsternheit Gewalt antun wollte. Doch Zeus liess dies nicht zu und täuschte ihn mit einem Wolkengebilde, das aussah wie Hera. Dieser frevelhafte Versuch blieb allerdings nicht ungestraft und Ixion wurde in der Unterwelt auf ein sich ewig drehendes Rad gefesselt. Nephele ward Mutter und schenkte einem Wesen das Leben: dem Urzentaur. Ein wildes Geschöpf war dieser Pferdemensch, gewalttätig, weingierig, weibertoll und ungezügelt, voll von Trieben und nie befriedigt. Er schwängerte alle Stuten am Pelionberg in Thessalien und zeugte damit das Geschlecht der Zentauren.

Eine besondere Ausnahme unter den Zentauren war Chiron, auch Crotus genannt. Er war der Sohn des Gauners Pan, welcher die Beine einer Ziege besass, und Eupheme, die Amme der neun Musen. Chiron sang zur Leier als Dichter von der Entstehung der Erde und der Götter. Heilkräuter und Arzneien kannte er. Er war ein weises, hilfsbereites und gastfreundliches Wesen und war Erzieher vieler Helden und mancher Göttersöhne. Achilles, Asklepios und Herakles, sowie Orpheus und Jason, der Argonauten-Fahrer, waren darunter. Chiron gilt als der Erfinder des Bogens und der Pfeile und er war damit der erste Schütze. Chiron war unsterblich, denn Kronos hatte ihn einst in Pferdegestalt gezeugt. Doch als er einmal mit Heraklesan vergifteten Pfeilen hantierte, da drang versehentlich eine Pfeilspitze in Chirons Huf und verletzte ihn. Die Wunde bereitete ihm ständig unsagbare Schmerzen und er - der Unsterbliche - wünschte sich den Tod. Zeus versetzte ihn dann als Sternbild des Schützen an den Himmel.

Nach ist Sagittarius älteren Ursprungs als Centaurus und soll den grimmigen, ungezügelten Zentauren darstellen, der seinen Bogen auf Antares, dem Herz des Skorpion gerichtet hat, während Centaurus mit Chiron identifiziert wird.

Die Sumerer sahen in Sagittarius Negral, den Kriegsgott. Die Ägypter deuteten das Sternbild als Pfeil in einer menschlichen Hand. Vor 3000 Jahren sahen die Inder in dieser Sternkonfiguration ein Pferd, einen Pferdekopf und manchmal sogar einen Reiter. In vielen antiken Kulturen wurde die Milchstrasse als jener Weg gesehen, den die Seelen nach dem Tod entlanggehen und Sagittarius repräsentierte den Torwächter des Todes.

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CAPRICORN

Abkürzung:
Cap
Deutscher Name:
Steinbock
X. Sternkreiszeichen

Allgemein:
Ein Sternbild der südlichen Hemisphäre. Capricorn erstreckt sich von RA=20h 10m bis RA=22h und von DECL=-9 Grad bis DECL=-27 Grad (grob ausgedrückt). Es gehört zu der Sternbild Familie des Zodiak..
Die Sonne wandert auf ihrer jährlichen Bahn von Ende Januar bis Mitte Februar durch Capricorn. In alter Zeit befand sich die Sonne zur Zeit der Wintersonnenwende in diesem Sternbild. Aufgrund der Präzession der Erdachse befindet sich die Sonne heutzutage im benachbarten Sternbild des Schützen, Sagittarius. Der Breitengrad der Erde, über sich dem Capricorn genau senkrecht über dem Beobachter befindet, wird auch heute noch Wendekreis des Steinbocks genannt.
Die anderen Sternbilder, die an Capricornus grenzen, sind Microscopium und Piscis Austrinus im Süden, Aquarius im Osten und Norden und Aquila an der nord-westlichen Grenze.

Mythologie und Geschichte:
Capricornus sieht man oft mit dem Kopf und Oberkörper einer Ziege und dem Schwanz eines Fisches abgebildet. Diese ungewöhnliche Kreatur ist schon seit langer Zeit bekannt und taucht in zahlreichen Kulturen auf. Sein Bild wurde schon auf Steinen aus dem antiken Mesopotamien, dem heutigen Irak, gefunden. Der sumerische Name für dieses Sternbild bedeutet Ziegenfisch.

In der griechischen Mythologie wurde Capricornus mit dem Götterknaben Pan in Verbindung gebracht. Eines Tages traf Pan auf eine Gruppe hübscher Nymphen und Göttinnen, die lachend auf einem Feld spielten. Um ihnen zu imponieren verwandelte er sich in eine Ziege und tauchte mit einem mächtigen Satz in einen nahegelegenen Strom. Der untere Teil seines Körpers verwandelte sich sodann in einen Fischschwanz. Der König der Götter, Zeus - selber nicht abgeneigt Possen zu spielen - war durch diese Kapriole so amüsiert, dass er den Ziegenfisch an den gestirnten Himmel versetzte.

Einer anderen Legende nach soll sich Pan in einen Steinbock verwandelt haben, um sich vor dem Riesen Typhon zu verstecken.

Die lateinische Bezeichnung Capricornus, die wörtlich übersetzt Ziegenhorn bedeutet, erinnert an die Erzählung, die wir beim Fuhrmann finden und die von der Amaltheia handelt. Man weiss es nicht genau, ob Amaltheia die Nymphe selbst oder Amaltheia die der Nymphe gehörende Ziege war. Jedenfalls wurde vor Zeiten Zeus als Kind von dieser Ziege gesäugt und aus den Hörnern der Ziege floss Nektar und Ambrosia. Ovid erzählt, dass eines dieser Hörner einst abbrach und die Nymphen es mit Früchten für Zeus füllten. So wurde es zum Cornu Copiae, zum Füllhorn, zum Symbol des Überflusses. Zeus hat später die Ziege aus Dankbarkeit an den Himmel versetzt. Der Ziegenstern Capella erinnert daran, aber auch das Ziegenhorn Capricornus.

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AQUARIUS

Abkürzung:
Aqr
Deutscher Name:
Wassermann

XI. Sternkreiszeichen

Allgemein:
Eines der Sternbilder der Zodiak Sternbild Familie. Die Sonne durchquert dieses Sternbild von Mitte Februar bis Mitte März.
Aquarius erstreckt sich von Himmelsäquator in die südliche Hemisphäre: von RA=20h40m bis RA=0h bzw. DECL=3 Grad bis DECL=-24 Grad. Es wird von Pegasus Equuleus und Delphinus an der Nordgrenze Aquila im Westen, Capricornus an der Süd-West Grenze, Piscis Austrinus und Sculptor im Süden, Cetus im Osten und schließlich Pisces an der nord-östlichen Grenze umgeben.
Die Sterne gamma Aqr (auch Sadachbia genannt), eta Aqr, zeta Aqr und pi Aqr bilden einen kleinen, für dieses Sternbild charakteristischen Asterismus in Form eines Y. Man stellt sich vor, daß er den Wasserbehälter des Aquarius darstellt

Mythologie und Geschichte:
Das Sternbild des Wassermanns zählt zu den ältesten des Himmels. Aufzeichnungen verweisen auf ein Alter von zwanzigtausend Jahren.  Die Bezeichnung geht auf die Regenperiode bei den Völkern des Vorderen Orients vor etwa 2500 Jahren zurück. Zum Höhepunkt der Regenzeit wanderte die Sonne durch das Sternbild und ging zusammen mit ihm auf. Der Wassermann wurde oft als eine männliche Gestalt dargestellt, die einen Wasserkrug ausleert, um damit das Land zu bewässern und fruchtbar zu machen. Er war ein machtvolles Wesen und ein Hüter der Quellen. Es besteht aber auch eine Beziehung zur assyrischen Sintflutsage, die in die griechischen Sternbilder eingeflossen ist:

Zeus war es zu Ohren gekommen, dass im eheren Zeitalter Heimtücke und Gewalt, Habgier und Krieg, Raub und Mord herrschten. Da stieg er selbst zur Erde nieder, denn er konnte es nicht glauben, dass göttliche Gesetze derart missachtet werden. Doch er musste sich davon überzeugen, dass alles noch viel ärger und fürchterlicher war, als man ihm zugetragen hatte. «Soweit die Erde reicht», so sprach er, «herrscht die wilde Göttin des Wahnes und so werde denn auch allen die Strafe zuteil, die sie verdienen.»

Vom ganzen Himmel stürzten nun Wolkenbrüche herab, zu Boden gepeitscht wurde das Korn, es öffneten sich die Schlünde der Quellen und die Flüsse wälzten sich uferlos dahin und rissen Bäume, Vieh und Menschen mit sich. Häuser und Tempel, ja Türme verschwanden unter den rauschenden Fluten, da erstieg noch ein Mensch einen Hügel, dort fuhr noch ein Kahn über den First eines versunkenen Hofes. Schon bedeckte die See jenen Hügel und bald schlug - ja, man konnte es nicht glauben! - die Brandung an die Gipfel der Berge. Die meisten Menschen wurden von den Wogen verschlungen, die anderen verhungerten schliesslich einsam.

An einen zweigipfligen Berg in Phokis, am Parnass, ein Berg welcher der Musen und Apollo heilig war, blieb der kleine Nachen hängen, in den sich Deukalion und seine Gattin Pyrrah gerettet hatten. Beide waren sie unschuldig und waren Verehrer der Götter. Da zerteilte Zeus voll Gnade die Wolken und verscheuchte durch den Nordwind den Regen. Die Meeresfluten und die Ströme wurden zurückgerufen, das Meer bekam wieder Ufer, die Wellen schwanden und eine verwüstete, mit grauem Schlamm bedeckte Erde blieb zurück. Deukalion und Pyrrah waren die einzigen, welche die grosse Flut verschonte. Verzweifelt flehten sie am Altar der Themis um Rat, wie die untergegangene Menschheit, ja wie die versunkene Welt wieder zum Leben erweckt werden könne. Da wurde ihnen ein geheimnisvoller, dunkler Orakelspruch zuteil: «Geht aus dem Tempel, verhüllt euer Haupt, löst den Gürtel der Kleidung und werft hinter euch der grossen Mutter Gebeine!»

Lange Zeit standen Deukalion und Pyrrah bestürzt da, weil sie meinten, das Orakel verlange von ihnen, gegen die Liebe zu den Eltern zu verstossen und die Schatten der Mütter durch eine frevelhafte Handlung zu schmähen, kränken und zu entweihen. Da endlich verstand Deukalion die Bedeutung des Orakels: Die grosse Mutter war die Erde und die Steine die Gebeine im Leib der Erde - und diese sollten sie hinter sich werfen!

Ohne zu verstehen warum, gingen sie hin, verhüllten das Haupt, entgürteten das Gewand und warfen, wie befohlen war, die Steine hinter den Rücken. Die Brocken begannen sofort ihre Härte und Festigkeit abzulegen, sich mit der Zeit zu erweichen und sich zu gestalten. Sobald sie Gestalt angenommen hatten und ihnen ein gefälligeres Äusseres zuteil geworden war, konnte man ihnen, wenn auch undeutlich, die menschliche Bildung ansehen. Da sie noch nicht ausgeprägt waren, erinnerten sie sehr an roh behauene Statuen.

Was nun an jenen Steinen teils von irgendwelcher Feuchte durchdrungen, teils erdig war, verwandelte sich zum Nutzen des lebenden Leibes. Was fest und unbiegsam, wurde zu Knochen, was aber eine Ader war im Gestein, das blieb es und behielt auch den Namen. Nach kurzer Zeit nahmen durch der Götter Allmacht die von des Mannes Hand geworfenen Steine die Züge von Männern an, aus den von Frauenhand geworfenen entstanden aufs neue die Frauen.

So wurde die Erde, die öde und von allem Leben entblösst von der Flut zurückgelassen worden war, wieder von Menschen und zuletzt auch von Tier und Pflanze bevölkert. Deukalion wurde auf diese Weise der Stammvater eines neuen Menschengeschlechtes und das Sternbild des Wassermanns erinnert daran.

Neben Aquarius (Wassermann) gibt es noch die Bezeichnungen Amphora (zweihenkliges, enghalsiges Tongefäss, unten spitz zulaufend und so in die Erde eingegraben) und Diota (Henkelkrug). Die transkribierte griechische Bezeichnung war Hydrochous und Hydrochoos.

http://www.maa.agleia.de/Maps/Stars/Fig/aquarius.html
http://deepsky.astronomie.info/Aqr/index.de.php



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